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11 05 17 wrightDeJuan Wright (rechts) stach Derek Jackson aus.

Die ece bulls Kapfenberg (#3) und der WBC Raiffeisen Wels (#5) gestalten ihren Semifinalauftakt in den Snickers®-Playoffs 2017 siegreich. Jeweils auswärts konnte gegen die Swans Gmunden (#2) und Redwell Gunners Oberwart (#1) – die Top-Teams der ADMIRAL Basketball Bundesliga waren erst zum Halbfinale eingestiegen – beachtliche Siege verbuchte werden. Kapfenberg hatte Gmunden ab Mitte des zweiten Viertels im Griff, traf erneut hochprozentig – und entschied die Partie frühzeitig. Wels limitierte Oberwarts Offensive, ließ in der zweiten Halbzeit nur noch 25 Punkte zu – weil es am Rebound dominierte. Damit stellen die vermeintlichen Außenseiter in der „best-of-5“-Serie auf 1:0. Spiel #2 folgt bereits am Sonntag, neuerlich in Gmunden und Oberwart.


Die ece bulls Kapfenberg (#3) konnten ihre Form aus dem Viertelfinale konservieren: Die Steirer brauchten zwar ein wenig, um auf Touren zu kommen – lagen anfangs bei den Swans Gmunden (#2) 10:21 zurück – ehe sie ab dem zweiten Viertel zunehmend die Kontrolle übernehmen. Angeführt von Carl Baptiste (22 PTS, 4/4 3pFG) und Kareem Jamar (23 PTS, 4/9 3pFG) fielen mit Fortdauer die Würfe von Außen, insgesamt trafen die Bulls an diesem Abend exakt 50%. Mit den Treffern war auch jegliches Gmundner-Aufbäumen immer wieder zur Nichte gemacht worden. Bei den Swans blieb diesmal Tilo Klette (4 PTS, 3 RB) etwas schuldig, dafür machte Toni Blazan (7 PTS, 10 RB) eine gute Partie. Der nun 13. Sieg der Bulls in Serie war der erste in dieser Saison in Gmunden. Damit gehen die Steirer in der „best-of-5“-Serie mit 1:0 in Führung.

Titelverteidiger Redwell Gunners Oberwart (#1) wurde vom WBC Raiffeisen Wels (#5) übertrumpft: Dabei hatten die Gunners einen guten Start, insgesamt eine gute erste Halbzeit. Oberwart machte in den ersten 20 Minuten 19 Punkte direkt aus Ballverlusten, traf zudem auch 60% vom Dreier. Doch in der zweiten Halbzeit brachen die Oberösterreicher – die dann zunehmend mit großer Line-Up agierten (Lamesic, Chan und Cigoja) – jeglichen Rhythmus der Gunners. Oberwart kam in Halbzeit zwei nur mehr auf 25 Punkte, weil Wels nun das Tempo kontrollierte und am Rebound dominierte (48:29). Wels präsentierte sich offensiv breit aufgestellt, vier Spieler scorten zweitstellig – DeJuan Wright kam auf 20 Punkte und zudem 8 Rebounds. Der WBC landet damit den 3. Sieg in Folge und geht in der „best-of-5“-Serie mit 1:0 in Führung

 

 

gunnersRedwell
Gunners Oberwart
WBC
Raiffeisen Wels
wbc
75:84 (27:24, 50:40, 60:58)
Stand in der „best-of-5“-Serie: 0:1
Oberwart konnte vor allem in der zweiten Halbzeit sein druckvolles Spiel nie aufziehen. Wels dominierte mit 48:29 den Rebound, hatte davon auch starke 20 Offensivrebounds.
Jamari Traylor
(11 PTS, 11 RB)
DeJuan Wright
(20 PTS, 8 RB)
McNealy 19, Jackson 16, Cumberbatch 15;Wright 20, Cigoja 16, Payton, Lamesic je 15;
Chris Chougaz, Headcoach der Gunners: „Es war eine ganz schlechte zweite Halbzeit. Wir hatten massive Probleme am Rebound. Mit den „second-chance-points“ der Welser sind sie wieder ins Spiel gekommen. Wir müssen am Sonntag ganz anders auftreten.“Mike Coffin, Headcoach vom WBC: „Wir haben das Spiel kontrolliert, ein paar schlechte Phase gehabt – aber am Ende verdient gewonnen.“
Georg Wolf, Spieler der Gunners: „Wir hatten Probleme am Rebound und viele leichte Punkte an der Freiwurflinie verschenkt. Wels hat verdient gewonnen.“Thomas Csebtis, Spieler vom WBC: „Wir haben das gesamt Spiel über Ruhe bewahrt, nie die Nerven verloren und das hat sich am Ende ausgezahlt.“
Die Redwell Gunners Oberwart starten mit Derek Jackson, Chris McNealy, Jamari Traylor, Benjamin Blazevic und Andell Cumberbatch ins erste Playoff-Halbfinalspiel gegen den WBC Raiffeisen Wels. Die Gastgeber geben zu Beginn mit einem 7:0-Run das Tempo vor, erst Kevin Payton stoppt die Anfangsoffensive des Titelverteidigers. Die Oberösterreicher schlagen zurück und stellen ihrerseits auf plus 4 (7:11). Ab Minute 5 entwickelt sich ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe, Wels erhöht die Führung nach einem Dreier von Payton auf 15:22. Die Schlussphase des ersten Abschnitts gehört aber den Gunners, die sich dank Dreiern von Cedric Kuakumensah und Kapitän Sebastian Käferle die Führung postwendend zurückholen - das Viertel endet mit 27:22. Im zweiten Abschnitt wechselt die Führung anfangs wieder zu den Gästen, aber McNealy und Derek Jackson erobern diese mit erfolgreichen Distanzwürfen aber wieder zurück. Die Gunners erhöhen die Intensität in der Verteidigung und bauen den Vorsprung mit schnellen Fastbreaks weiter aus, 45:35 steht es 3 Minuten vor der Halbzeitpause und die Gunners haben noch nicht genug. Ein Dreier von Kevin Payton mit der Pausensirene verhindert eine deutlichere Führung vor der Pause - mit 50:40 geht es in die Kabinen.

Die Anfangsphase im dritten Viertel gehört dem WBC Raiffeisen Wels, Wright und Chan verkürzen schnell auf minus 5 - Redwell Gunners Headcoach Chris Chougaz bittet nach 4 Minuten zur Auszeit. Blazevic verschafft seinem Team mit einem Dreier wieder etwas Luft, aber Wright kontert sofort im Gegenzug und Chan bringt Wels in Schlagdistanz (56:54). Oberwart kommt wieder besser ins Spiel, was wiederum den Welser Headcoach Mike Coffin zu einer Auszeit veranlasst. Den Schlusspunkt des starken Welser Viertels (10:18) setzt Kapitän Davor Lamesic - mit 60:58 geht es ins vierte Viertel. Wright eröffnet den Schlussabschnitt mit einem Korb zum Ausgleich, aber McNealy kontert zweifach. Dank eines Dreiers von Cigoja gehen abermals die Gäste in Führung, Gunners-Headcoach Chougaz bittet sein Team zum Gespräch. Jamari Traylor gleicht zwar danach aus, aber Wels setzt sich dank Punkten von Lamesic erneut ab - diesmal auf plus 5 (66:71).

Wels behält weiter die Oberhand und wehrt alle Angriffe der Gunners erfolgreich ab - nach einem Dreier von Thomas Csebits zum 68:77 nimmt Oberwart 3:50 Minuten vor dem Ende eine Auszeit, um dem Spiel noch einmal eine Wendung zu geben. Wright schreibt zwar erneut für Wels an, aber Andell Cumberbatch übernimmt jetzt Verantwortung und sorgt für 4 Punkte der Gunners. Wels nimmt beim Stand von 72:79 eine Auszeit, 2 Minuten sind noch zu spielen. Cumberbatch zieht erneut zum Korb, wird wieder gefoult und schreibt abermals zwei Mal an - minus 5 Oberwart. Am Ende können die Gastgeber aber nicht mehr zulegen - Payton entscheidet die Partie mit einem Dreier 30 Sekunden vor dem Ende (75:84). 
Die Redwell Gunners Oberwart mussten auf Renato Poljak (Schulter) und Jakob Szkutta (Zehe) verzichten.-

 

swansSwans Gmundenece bulls Kapfenbergbulls
73:92 (23:20, 40:46, 56:67)
Stand in der „best-of-5“-Serie: 0:1
Gmunden fehlte die Entschlossenheit, die Kapfenberg vor allem in der zweiten Halbzeit gezeigt hat.Kapfenberg überzeugte mit gutem „spacing“ und starken 50% Trefferquote vom Dreier.
Toni Blazan
(7 PTS, 10 RB)
Carl Baptiste
(22 PTS, 7 RB)
Ojo 16, Murati 15, Friedrich 12;Jamar 23, Baptiste 22, Krämer, Krstic je 12;
Harald Stelzer, Manager der Swans: „Gratulation an Kapfenberg. Sie waren uns ab dem zweiten Viertel in allen Belangen überlegen.“Michael Schrittwieser, Headcoach der Bulls: „Ich glaube, es war am Ende ein verdienter Sieg – auch wenn Gmunden sehr gut begonnen hat, alles aufgeboten hat. Wir waren dann die kompaktere Mannschaft. Dass wir so treffen können, wissen wir – und deshalb war der Sieg verdient.“
Die Frage, ob die Pause der Swans oder der Spielrhythmus der Bulls am Anfang der Begegnung Vorteile bringt, wird zu Gunsten der Hausherren beantwortet: Die können bis zur 6. Minute auf 13:4 davonziehen und so die erste Gästeauszeit erzwingen. Danach fallen auf beiden Seiten die Würfe von Downtown, die Schwäne nutzen das zunächst zur ersten zweistelligen Führung (21:10, 8.), ehe die Bulls bis zur Viertelpause wieder bis auf drei Zähler herankommen. Gleich nach Wiederbeginn gleichen die Steirer aus und gehen in der 12. Minute erstmals in Führung (25:26). Nun bleibt es einige Minuten ausgeglichen, ehe das Spiel in der 16. Minute in Richtung der Bullen kippt - beim Stand von 31:36 gibt es ein Gmundner Timeout. Damit können die Swans den Abwärtstrend aber nur kurz stoppen und die Gäste gehen mit einer 6-Punkte-Führung in die Halbzeitpause.

Nach Seitenwechsel bauen die Bulls ihren Vorsprung langsam aber beständig weiter aus. Nach fünf Minuten ist er zum ersten Mal zweistellig (47:57) - und bei Gmunden gibt es Besprechungsbedarf in einer Auszeit. Danach gelingt es den Swans zumindest, dass der Rückstand nicht mehr allzusehr anwächst, schließlich geht es mit elf Punkten Differenz in den Schlussabschnitt. Da schaffen es die Schwäne nicht mehr, die Begegnung noch einmal spannend zu machen, zu treffsicher sind die Steirer auch im vierten Viertel. So beträgt der Vorsprung der Bulls bis zu 20 Punkte (64:84, 37.), am Ende holen sich die Gäste den Auftakt der Semifinalserie mit 92:73. 
Bei den Swans Gmunden fehlte Austin Steed (Knie).-