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170514 CumberbatchAndell Cumberbatch übernahm viel Verantwortung und verbuchte ABL-career high.

Die Swans Gmunden und die Redwell Gunners Oberwart sorgen für den Serienausgleich im zweiten Halbfinale der Snickers® Playoffs. Die Schwäne beenden durch eine gute Defensivleistung die 13 Spiele andauernde Siegesserie der ece bulls Kapfenberg. Ausgerechnet in der heißen Phase der Admiral Basketball Bundesliga verlieren die Steirer ihren Rhythmus in der Offensive und scoren so wenige Punkte wie schon seit Monaten nicht. Die Schwäne nützen die Schwächephasen der bulls aus und stellen mit einem 79:65 Erfolg auf 1:1, ehe die Serie nach Kapfenberg wechselt. Auch die Gunners melden sich zurück und verbuchen ohne den verletzten Jamari Traylor einen hartumkämpften 89:83 Erfolg über Wels. Trotz der körperlichen Unterlegenheit entscheidet der amtierende Meister das Reboundduell für sich und kompensiert damit eine eher durchwachsene Wurfleistung. Vor allem Andell Cumberbatch übernahm viel Verantwortung und verbuchte mit 31 Punkten sein ABL career high.

Den Swans Gmunden gelang gegen die ece bulls Kapfenberg der Serienausgleich. Während die bulls im bisherigen Verlauf der Snickers® Playoffs vor allem von der Dreipunktelinie überzeugen konnten, wollte es an diesem Abend von Downtown nicht klappen - lediglich 2 von 15 Versuchen fanden ihr Ziel. Der Routinier Tilo Klette, der sich im ersten Spiel noch die Zähne an Carl Baptiste ausbiss, übernahm viel Verantwortung und steuerte 19 Punkte zum Erfolg bei. 

Auch die Defensive der Schwäne stand deutlich kompakter als noch vor wenigen Tagen. Lediglich 65 Punkte gelangen den Steirern, so wenig wie nie während ihrer 13 Spiele andauernden Siegesserie. Insgesamt zwangen die Schwäne ihre Gegner zu 18 Turnover, auch diesen Wert erreichten die Steirer während ihrer winning-streak nicht. Schließlich nutzten die Oberösterreicher die Schwächephasen die Kapfenberger im zweiten und im vierten Viertel kaltschnäuzig aus und sicherten sich einen 79:65 Erfolg und damit den Serienausgleich im Halbfinale der Snickers® Playoffs. Am Donnerstag wechselt die Serie nach Kapfenberg wo es um den ersten Matchball für das Finale geht.

Ohne ihrem besten Rebounder Jamari Traylor gelang den Redwell Gunners Oberwart der Serienausgleich. Während die Gunners am Donnerstag noch 20 Offensivrebounds zuließen, konnten sie im zweiten Semifinale der Snickers® Playoffs das Reboundduell gegen die körperlich überlegenen Welser gar für sich entscheiden. Dadurch gelang es dem Titelverteidiger auch eine eher durchwachsene Wurfleistung von außen – sie trafen lediglich 3 von 15 von der Dreierlinie – zu kompensieren. Vor allem Andell Cumberbatch übernahm viel Verantwortung und verbuchte mit 31 Punkten sein ABL-career high. Unter dem Korb sprang ein aufopfernd kämpfender Cedric Kuakumensah in die Bresche, pflückte neun Rebounds und sorgte für zwei Blocks. Der WBC Raiffeisen Wels hielt angeführt von Davor Lamesic (20 Punkte, 7 Rebounds) dennoch das Spiel bis in die Schlussminuten offen. Zu nervenstark agierten allerdings die Gunners in der Crunch-Time von der Freiwurflinie, um das Spiel noch zu gewinnen. Die Welser haben nun zwei Heimspiele und werden noch einmal alles in die Waagschale werfen, um vielleicht doch noch für die Sensation zu sorgen. 

Das zweite Semifinale in der Übersicht:

swans#2 Swans Gmunden – #3 ece bulls Kapfenberg
79:65 (16:16, 34:27, 55:46)
Serienstand 1:1
bulls
gunners

#1 Redwell Gunners Oberwart – #5 WBC Raiffeisen Wels
89:83 (21:25, 37:42, 57:57)
Serienstand 1:1

wbc

 

Das zweite Semifinale im Detail:
 

swans

Swans Gmundenece bulls Kapfenbergbulls

79:65 (16:16, 34:27, 55:46)
Serienstand 1:1
Schaffen den Ausgleich im Semifinale.Erste Niederlage seit 14 Spielen.
Hielten die bulls auf 65 Punkte - das gelang seit Monaten keinem Team mehr.Trafen lediglich zwei Dreier.
Tilo Klette
19 Punkte
Carl Baptiste
19 Punkte, 6 Rebounds
Austin Steed, Spieler der Swans: „Wir haben heute einen guten Job gemacht. Haben gut am Rebound gearbeitet und bis zum Schluss gekämpft. Hoffentlich können wir diese Energie nach Kapfenberg mitnehmen.“

Filip Krämer, Spieler der bulls: „Das war ein sehr schlechtes Spiel von uns. Wir haben nicht gut exekutiert und Gmunden hat intensiv und aggressiv gespielt.“

Von Beginn an sehen die Fans ein äußerst intensives Play-Off-Spiel, in dem sich im ersten Viertel keine Mannschaft Vorteile verschaffen kann. Die Swans liegen maximal mit drei Punkten voran (14:11, 8.), die Bulls maximal mit zwei (14:16, 9.), Wenig überraschend steht es daher nach zehn Minuten unentschieden. Im zweiten Viertel wird es in der Halle noch lauter und auf dem Spielfeld noch intensiver - das können die Swans besser ausnutzen und bis zur 17. Minute auf 29:21 davonziehen. Die Gäste verkürzen wieder auf 31:26 (19.), in die Kabinen geht es schließlich mit einer Gmundner 7-Punkte-Führung.

Die Anfangsphase des dritten Viertels gehört eindeutig den Bulls, die gegen komplett unkonzentrierte Hausherren in weniger als drei Minuten in Führung gehen können (36:38, 23.). Mit einer Auszeit können die Schwäne diesen Abwärtstrend stoppen und liegen nach einem technischen Foul gegen Armin Woschank wieder mit fünf Punkten voran (47:42, 26.). Bis zur 30. Minute kann Gmunden sogar noch auf 55:46 erhöhen, ehe die Gäste mit dem Buzzer den Halbzeitabstand wiederherstellen. Die Hausherren verschlafen auch den Beginn des vierten Viertels, die Bulls kommen dadurch zunächst auf vier (55:51, 31.) und später auf drei Punkte heran (60:57, 35.). Zu diesem Zeitpunkt haben die Schwäne auch schon massive Foulprobleme unter dem Korb, sowohl Povilas Gaidys als auch Tilo Klette haben schon je vier auf dem Konto. Aber das wird nicht mehr spielentscheidend, denn - "verkehrte Welt" im Vergleich zu Spiel 1 - nun treffen die Schwäne von Downtown extrem sicher, während den Bulls in der Offensive fast gar nichts mehr gelingt. Für eine kurze Phase können sich die Steirer mit Erfolgen am Offensivrebound und an der Freiwurflinie noch in der Begegnung halten, mit dem 70:61 in der 37. Minute ist aber dann endgültig eine Vorentscheidung gefallen. Am Ende gibt es sogar noch einen zweistelligen Gmundner Sieg zum Ausgleich in der Serie.


gunners

Redwell Gunners OberwartWBC Raiffeisen Welswbc

89:83 (21:25, 37:42, 57:57)
Serienstand 1:1
Schafften ohne Jamari Traylor den Serienausgleich.Verloren ihr zweites von fünf Spielen in dieser Saison in Oberwart.
Gewannen das Reboundduell mit 34:32.Pfückten lediglich 6 Offensivrebounds
(am Donnerstag waren es noch 20).
Andell Cumberbatch
31 Pts, 7 Reb., 6 Ass.
Davor Lamesic
20 Punkte, 7 Rebounds
Chris Chougaz, Head Coach der Gunners: „Wir haben heute mit viel Herz gespielt und durch unseren großartigen Einsatz gewonnen. Das Team hat unsere verletzten Spieler durch ihren unbändigen Willen kompensiert. Jetzt sind wir optimistisch, dass wir auch in Wels zum Erfolg kommen können.“Davor Lamesic, Kapitän WBC: „Wir freuen uns auf unsere zwei Heimspiele“
Andell Cumberbatch, Spieler der Gunners: „Es war eine großartige Teamleistung. Wir haben immer an den Sieg geglaubt und dafür hart gearbeitet. Wir fokussieren uns immer nur auf das nächste Spiel, wir werden jetzt auch in Wels unser Bestes geben um den nächsten wichtigen Sieg einzufahren.“Mike Coffin, Head Coach WBC: „Wir haben versucht Oberwart zu stoppen, aber sie waren zu schnell und athletisch und haben verdient gewonnen.”
Der WBC Raiffeisen Wels startet mit einem erfolgreichen Dreier ins Playoff-Halbfinale gegen die Redwell Gunners Oberwart, Dejan Cigoja ist der erfolgreiche Schütze. In weiterer Folge setzen sich die Gäste aus Oberösterreich leicht ab, vor allem dank einer hervorragenden Trefferquote von Down Town: Nicht weniger als 5 Dreier erzielt der WBC im 1. Viertel. Die Gunners haben zunächst Mühe, mit dieser Offensivpower mitzuhalten – nach knapp 5 Spielminuten steht es nach einem Dreier von Lorenzo O`Neal 8:14. In weiterer Folge kommen die Gastgeber aber besser ins Spiel, vor allem Derek Jackson und Benjamin Blazevic fallen positiv auf. Jamari Traylor, der verletzt pausieren muss, wird von Cedric Kuakumensah würdig vertreten .Dennoch erarbeiten sich die Welser durch gute Reboundarbeit immer wieder zweite Chancen unter dem Korb, mit 21:25 geht es in den 2. Abschnitt. Dort übernehmen die Hausherren anfangs das Heft in die Hand, Jackson gleicht aus und Andell Cumberbatch bringt den Meister in Führung, woraufhin der Welser Headcoach Mike Coffin zur Auszeit bittet. Ab dann geht das Spiel munter hin und her, keine Mannschaft kann sich entscheidend absetzen. Bei Wels kassiert Kevin Payton sein 3. Foul, bei den Gunners hingegen ist die Foulanzeigetafel noch ziemlich leer. Mitte des 2. Viertels kann sich Wels auf 33:38 absetzen, aber Chris McNealy und Jackson bringen ihre Mannschaft wieder in Schlagdistanz. Dank einer Schwächephase der Gunners in der Schlussphase geht es mit 37:42 in die Halbzeitpause.

Das dritte Viertel eröffnet McNealy, aber der Welser Kapitän Davor Lamesic läuft zur Höchstform auf und sorgt für 4 Punkte in Folge (41:46). Die Gunners schaffen es zunächst nicht, die Führung zu übernehmen, Wels hat immer die richtige Antwort, zum Beispiel durch einen Dreier von Payton. Cigoja kassiert ein Unsportliches Foul, weil er Gunners-Kapitän Sebastian Käferle nach Abpfiff wegstößt, dieser kann aber die Freiwürfe nicht verwerten. Dennoch gehen die Gunners nach 6 Spielminuten im 3. Viertel in Führung und zwar durch Blazevic nach schönem Anspiel von Jackson (52:51). Beim WBC hält vor allem Lamesic dagegen, das Spiel wird in dieser Phase jetzt etwas härter, die Fans bekommen Playoff-Basketball zu sehen. Die Teams üben sich im Paarlaufen – mit 57:57 geht es in den Schlussabschnitt. Dort sorgt McNealy für die Führung der Gunners, Cumberbatch legt nach und Wels nimmt eine Auszeit (61:57). Das nützt den Oberösterreichern aber wenig, die Gunners spielen jetzt mit mehr Intensität und verwerten ihre Würfe – 5 Minuten vor dem Ende führt der Titelverteidiger mit plus 8 (67:59). Nach einem Dreier von Payton, dem erst zweiten Korb des WBC im 4. Viertel, bittet seinerseits Gunners-Headcoach Chris Chougaz zur Auszeit. Direkt danach kassiert Payton sein 5. Foul und muss vom Feld, auch Thomas Csebits kassiert Foul Nummer 4. Cumberbatch setzt sich mit einem Dunk an die Spitze der Scoringliste, Csebits kontert mit einem Dreier (70:65). Aber Cumberbatch übernimmt weiter Verantwortung und antwortet ebenfalls mit einem erfolgreichen Distanzwurf. Nach 2 Punkten von Lamesic nimmt Oberwart beim Spielstand von 73:67 knapp 2 Minuten vor dem Schlusspfiff wieder eine Auszeit. Kuakumensah kürt seine gute Leistung mit einem Dreier, die Gunners führen 2 Minuten vor dem Ende mit plus 9.

Csebits verkürzt noch einmal per Drei, aber die Gunners behalten an der Freiwurflinie die Nerven und gewinnen das zweite Halbfinale der „best of five“-Serie mit 89:83 Die Serie steht 1:1 und wechselt jetzt für 2 Spiele nach Wels.