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02 10 16 paytonKevin Payton "Supercup-MVP"Der erste Title der Saison 2016/17 in der ADMIRAL Basketball Bundesliga geht an den WBC Raiffeisen Wels: Der Vizemeister triumphierte im „Kärntnermilch-Supercup“ mit 71:68 über die Redwell Gunners Oberwart – und nahm damit Revanche für das 0:3 im ABL-Finale 2016 und der deutlichen Niederlage im Cupsemifinale. Die Entscheidung zu Gunsten der Oberösterreicher fiel in der ersten Halbzeit, wo Wels mit 51:36 dominierte. Von diesem Vorsprung zehrten die Welser bis zum Schluss – die auch den Turnaround der Gunners (61:61) drei Minuten vor Schluss abwendeten.

Wels profitierte an diesem Abend einerseits von 22 Turnover der Oberwarter, die offensiv nie einen Rhythmus hatten, und der starken Performance von „Comebacker“ Kevin Payton: 18 Punkte, 8 Rebounds und 3 Steals gingen auf das Konto des 30-jährigen Forwards, der damit zum „Supercup-MVP“ gewählt wurde. Stark war auch Ales Chan, der ebenso 18 Punkte scorte – bei 80% Feldwurfquote. Nicht dabei auf Seiten des Vizemeisters war DeJuan Wright, der aber bis zum Saisonstart am Freitag (7. Oktober) fit sein sollte. Bei Oberwart waren Chris Mc Nealy (22 PTS, 10 RB) und Derek Jackson (16 PTS) die besten Werfer.  

 

Der Kärntnermilch-Supercup im Detail:

 gunners

Redwell

Gunners Oberwart

WBC

Raiffeisen Wels

wbc

68:71 (21:29, 36:51, 47:58)

Hier geht's zum Box-Score!

Oberwart scheitert zum dritten Mal im Supercup Erster Sieg von Wels im Supercup beim dritten Versuch
 22 Turnover  15 Assists
 Chris McNealy
(22 PTS, 10 RB, 2 ST)
 Ales Chan
(18 PTS, 80% FG, 5 RB)
  
Sebastian Käferle, Kapitän der Gunners: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, da konnten wir Inside überhaupt nicht dagegenhalten. Die zweite Halbzeit war gut, da haben wir nur 20 Punkte zugelassen. Das müssen wir mitnehmen.“Lorenzo O’Neal, Spieler vom WBC: „Wir sind heute nicht nervös geworden. Nicht nach dem 7:0-Start von Oberwart und auch nicht nach ihrem Comeback im Schlussviertel. Wir waren heute enorm konzentriert und zum Ende auch stark genug.“
  
Chris Chougaz, Headcoach der Gunners: „Wir haben heute gegen eine sehr routinierte und erfahrene Mannschaft verloren, die zudem sehr smart agiert hat. Meine Mannschaft ist ein sehr junges Team und hat mit dem Druck noch nicht so umgehen können – aber das wird von Spiel zu Spiel besser werden.“Kevin Payton, Spieler vom WBC: „Am Ende hat mit Sicherheit etwas Glück den Ausschlag gegeben. Sonst bin ich mit der Leistung zufrieden. Ich glaube, dass hätte uns nach dieser Preseason so keiner zugetraut.“
 
Spielbericht:
Die Redwell Gunners Oberwart starten mit Derek Jackson, Chris McNealy, Georg Wolf, Jamari Traylor und Cedric Kuakumensah in den Supercup, für den WBC Raiffeisen Wels laufen Thomas Csebits, Lorenzo O´Neal, Kevin Payton, Dejan Cigoja und Davor Lamesic auf. Für die ersten Punkte sorgt Wolf, der damit gute erste fünf Minuten der Heimmannschaft einläutet. Dann kommt allerdings Sand ins Getriebe der Blau-Weißen, die Oberösterreicher werden stärker und übernehmen Mitte des ersten Viertels die Kontrolle über das Spiel. Vor allem Ales Chan und Benjamin Mair stechen heraus, die Gunners machen ihnen das Punkten mit lascher Verteidigung aber auch nicht gerade schwer. Der logische Stand nach den ersten zehn Minuten: 21:29 – Wels geht mit acht Punkten Vorsprung in das zweite Viertel.

Dort startet zunächst Kuakumensah mit einem Dreier für die Gunners, doch Oscar Schmidt kontert für den WBC mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen. Wels spielt weiter konzentriert und dominiert das Geschehen am Parkett mit teilweise schönem Teamplay, vor allem unter dem Korb ist eine deutliche Überlegenheit der Oberösterreicher erkennbar. Da helfen auch Time Outs von Gunners-Headcoach Chris Chougaz wenig, sein Team gerät mit bis zu 18 Punkten in Rückstand. Mit 36:51 geht es in die Halbzeitpause.

Nach Seitenwechsel sehen die Zuschauer in der Sporthalle eine anders auftretende Mannschaft der Redwell Gunners: Andell Cumberbatch startet gleich einmal mit vier Punkten in Serie ins dritte Viertel, McNealy setzt die Aufholjagd der Oberwarter fort. Nach fünf punktelosen Minuten des WBC schreibt Chan an, doch die Gunners lassen sich nicht mehr abschütteln – auch nicht durch ein Technisches Foul gegen Headcoach Chris Chougaz. Wels nutzt die Verwirrung, um sich wieder auf plus 12 abzusetzen – mit 47:58 geht es in den Schlussabschnitt.

Zunächst geht es weiter wie im dritten Viertel: Die Gunners sind aggressiver in der Verteidigung, daraus resultieren einige schöne Fast Break-Punkte. Außerdem setzen sie immer wieder auf full court pressing, was zusätzliche Ballgewinne bringt. Für den Ausgleich sorgt dann Wolf mit einem schönen Dreier, aber Payton bringt seine Mannschaft wieder in Führung. Wels hat Foulprobleme, Kapital kann Oberwart daraus aber ebensowenig schlagen wie aus vielen Wurfversuchen, die einfach nicht in den Korb wollen. In der Schlussphase hat der WBC immer die richtige Antwort von der Freiwurflinie – die Fouls der Gunners, um die Uhr zu stoppen, bringen nichts mehr ein. Der Supercup geht schlussendlich mit 71:68 an den WBC Wels.