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logo 2bl 200wWährend die ABL-Klubs noch ein wenig verschnaufen können – sich am kommenden Wochenende einzig die magnofit Güssing Knights und der BC Hallmann Vienna um den Supercup duellieren – fällt bereits der Startschuss in der Zweiten Basketball Bundesliga, die nun in ihre dritte Saison unter dem Dach der Admiral Basketball Bundesliga geht. Wie schon im Vorjahr nannten elf Teams, die in einem Grunddurchgang – jeder gegen jeden, daheim und auswärts – die Playoff-Plätze ausspielen.



Als Titelverteidiger gehen die Vienna D.C. Timberwolves ins Rennen. Die Truppe von Headcoach Hubert Schmidt wurde verjüngt, der Kern der Mannschaft – wie etwa Cosic, Geisler oder Polakovic – blieb erhalten. Die „offenen“ Minuten sollen nun auf die Schultern talentierter Nachwuchsspieler, die bereits in diversen Nationalteams auch internationale Erfahrungen sammelten, verteilt werden. Insgesamt stehen sieben U19-Spieler im Kader der Timberwolves.

Mit der Verpflichtung von Hannes Artner, der von den Redwell Gunners Oberwart kam, machten sich die Mattersburg Rocks als klarer Favorit auf den Titel bemerkbar: Die Burgenländer verstärkten sich nur punktuell (Igor Mocevic, Lukas Gaspar und Benjamin Bernleithner), hielten etwa David Jandl, Stefan Ulreich oder Corey Hallett. Unter Neo-Headcoach James Williams geht Mattersburg, mit einer großen Portion Routine, auf Trophäen-Jagd.

In der Rolle des „Jägers“ befinden sich auch die Chin Min Dragons St. Pölten. Headcoach Jurica Smilnanic konnte großteils mit den Spielern aus dem Vorjahr planen, erhielt aber durch Michael Diesner und „Heimkehrer“ Lukas Böck achtbare Ergänzungen. Der Kern um Martin Speiser und Andreas Bauch sollte auch heuer wieder für einen Platz im oberen Tabellendrittel gut genug sein.

Mächtig aufgerüstet haben die Panaceo Villach Raiders – und sollten damit eine ganz gewichtige Rolle beim Titelentscheid spielen. Headcoach Stacy Nolan kann auch heuer wieder auf Ex-ABL-Akteur Erik Rhinehart bauen. Der US-Amerikaner bekam mit D.J. Jackson auch einen Landsmann auf der Pointguard-Position zur Seite gestellt. Prominenter Zugang aus der ABL ist Andreas Kuttnig, der von den ece Bulls Kapfenberg kam.

Die Mistelbach Mustangs – übrigens aufgrund elf teilnehmende Teams, in der ersten Runde spielfrei – behielt die Legionäre Sismilich und Servuts – und sicherte sich die Dienste der beiden Tschechen Ondrey Dygryn und Michal Semerad. Gemeinsam mit einigen starken einheimischen Spielern dürfte ein gutes Abschneiden vorprogrammiert sein.

Die Raiffeisen Dornbirn Lions streben auch in dieser Saison einen Platz im Mittelfeld an. Speziell die einheimischen Spieler rund um Jussel, Stadelmann und Dodig konnten gehalten werden, von Liga-Konkurrent BBU Salzburg warb man Fabrio Thaler ab, der unter den Brettern für mehr „Körper“ sorgen soll. Hinzu kommt auch Daniel Hünemann, der im „Bodenseeraum“ als das große Talent bezeichnet wird.

Die Raiffeisen Radenthein Garnets vermeldeten mit Jure Misic, der sich in der letzten Saison in der 2. slowenischen Liga in der Vordergrund spielte, einen Top-Transfer. Zusätzlich kehrte auch Daniel Gaberle von den ece Bulls Kapfenberg heim. Zu den Genannten dürften auch die Legionäre Pirija und Soldo perfekt passen, so dass Radenthein heuer wieder ein sehr unangenehmer Gegner sein wird.

Die BBU Salzburg zog im Vorjahr als 8. in die Playoffs ein. Diesen Erfolg will man natürlich wiederholen. Helfen soll etwa Pointguard Bojan Sormaz, der bei seinem einzigen Spiel im Vorjahr für Villach und gegen Salzburg die Verantwortlichen überzeugte, und Jamie Kohn, der bereits in der ABL seinen Mann stellte. Zusätzlich sicherten sich die Mozartstädter die Dienste der Legionäre Jozef Krajci und Balazs Nagy.

Der zweite Klub aus der Bundeshauptstadt – die Basket Flames – gehen gestärkt in die neue Saison: Mit Seyni N’Diaye kommt „Größe“ in die Mollardgasse und mit Mustafa Hassan-Zadeh Spritzigkeit und Schnelligkeit. Diese beiden sollen den Stamm rund um Müllner, Seel, Gavranic und Pöcksteiner perfekt ergänzen – und für den Playoff-Einzug sorgen.

Die Wörthersee Piraten blieben den Sommer über nahezu unverändert, sollten mit ihrem jungen Kader – auch ob der gesammelten Erfahrung aus dem Vorjahr – wieder für etliche Siege in Frage kommen.

KOS Celovec, der vierte Verein in der Zweiten Basketball Bundesliga aus Kärnten, verlor zwar Top-Scorer Alex Primc an Konkurrent Villach, sollte aber mit vier neuen Legionären im Gepäck schwer auszurechnen sein.

Los geht es in der Zweiten Basketball Bundesliga bereits am Samstag, den 19. September 2015, mit den Paarungen Mattersburg Rocks vs. BBU Salzburg, Chin Min Dragons St. Pölten vs. Raiffeisen Radenthein Garnets und dem „Kärntner-Derby“ zwischen Wörthersee Piraten und Kos Celovec. Abgeschlossen wird die 1. Runde am Sonntag mit den Spielen Basket Flames vs. Dornbirn Lions und Panaceo Villach Raiders vs. Vienna D.C. Timberwolves.