claim
blitz
videohighlights
 

170409 HallettErst in den Schlussminuten setzte sich die Routine von Hallett und seinem Team durch.

Der Auftakt in die Playoffs 2017 in der ZWEITEN Basketball Bundesliga war vielversprechend. Stark dezimierte Vienna D.C. Timberwolves lieferten den favorisierten Mattersburg Rocks einen harten Kampf. Erst in den Schlussminuten eroberten die routinierten Burgenländer die Führung und den Erfolg. Noch spannender ginge es beim Duell zwischen Raiders Villach und den Dornbirn Lions zu. Erst in der Verlängerung gelang es den Kärntnern das Heimrecht zu verteidigen. Auch die beiden bestplatzierten Teams nach dem Grunddurchgang hatten in der ersten Halbzeit noch ihre Schwierigkeiten. Schließlich setzten sich aber sowohl die Mistelbach Mustangs als auch der UBC St. Pölten weitgehend ungefährdet durch.

Die Mistelbach Mustangs wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gehen in der Viertelfinalserie gegen die BBU Salzburg mit 1:0 in Führung. Doch das Spiel war lange nicht so eindeutig, wie noch das letzte Aufeinandertreffen im Grunddurchgang dieser beiden Teams. Zwei Schwächephasen der Salzburger, eine gleich zu Beginn und eine im dritten Viertel, verhinderten eine mögliche Überraschung zum Auftakt. Wieder war es das Mistelbacher Legionärstrio Dygryn, Sismilich, Semerad das nicht zu stoppen war, sie zeichneten für 71 der 83 Punkte verantwortlich. Insgesamt zeigte sich aber der Headcoach der BBU Aaron Mitchell vor allem mit der Energie seines Teams zufrieden. Mistelbach machte mit dem 83:70 Erfolg einen wichtigen Schritt zur ersten Semifinalqualifikation seit 2013.

Auch der Zweitplatzierte nach dem Grunddurchgang wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Der UBC St. Pölten setzte sich gegen KOS Posojilnica Bank Celovec deutlich mit 75:54 durch. Die Hausherren, die zum ersten Mal in dieser Saison auf den gesamten Kader zurückgreifen konnten, starteten sehr druckvoll. Doch KOS hielt in der ersten Halbzeit noch gut dagegen. Im dritten Viertel zündete der amtierende Meister den Turbo und zog entscheidend davon. Einige schlechte Entscheidungen und eine zu wenig kompakte Defensive der Gäste brachten die Vorentscheidung. St. Pölten kontrollierte auch den letzten Abschnitt und eroberte sich die 1:0 Führung in der best-of-three Serie.

Stark dezimierte Vienna D.C. TimberwolvesHubert Schmidt musste gleich auf sechs Spieler verzichten – lieferten den favorisierten Mattersburg Rocks einen harten Kampf. Erst in den Schlussminuten ging den Herausforderern die Luft aus und die routinierten Rocks eroberten kurz vor Schluss die Führung. Die Timberwolves, die zwischenzeitlich schon mit 15 Punkten führten, kamen in den letzten fünf Minuten zu keinem Korberfolg mehr. Den Burgenländern hingegen gelangen in der selben Zeit 13 Zähler. Trotz des Erfolgs zeigte sich der Rocks Headcoach James Williams mit der Leistung seines Teams nur wenig zufrieden „Das war zu wenig.“ Die Wiener bewiesen durch eine starke kämpferische Leistung über 35 Minuten, dass sie in dieser Serie durchaus überraschen können.

Gar erst in der Overtime entschieden die Raiders Villach das erste Playoff-Viertelfinale gegen die Dornbirn Lions. Auf beiden Saison dominierte eine konsequente Defense. Während die Raiders im ersten Viertel noch spielerische Vorteile hatten, kontrollierten die Lions das dritte Viertel. Erst in den letzten fünf Minuten kämpften sich die Hausherren wieder heran und übernahmen 25 Sekunden vor Ende gar die Führung. 1,6 Sekunden vor Schluss rettete sich Dornbirn durch ein Layup noch in die Verlängerung. In diese starteten die Hausherren wie aus der Pistole geschossen und ließen den Lions keine Chance mehr. Die Raiders entschieden den Auftakt einer vielversprechenden Viertelfinalserie mit 81:72 für sich.

 

Die Viertelfinalspiele im Überblick:

 

mustangs Mistelbach Mustangs #1 – BBU Salzburg #8
83:70 (27:13, 39:32, 61:48)
Stand in „best-of-3“-Serie: 1:0
Samstag, 15. April um 18.30 Uhr im Sportzentrum Nord Liefering
Falls notwendig:
Montag, 17. April um 17.00 Uhr in der SPH Mistelbach 
bbu
stp UBC St. Pölten #2 – KOS Posojilnica Bank Celovec #7
75:54 (15:12, 34:28, 62:42)
Stand in „best-of-3“-Serie: 1:0
Samstag, 15. April um 18.00 Uhr in der SPH St. Peter, Klagenfurt
Falls notwendig:
Montag, 17. April um 18.00 Uhr im Sport.Zentrum.NÖ
kos
rocksMattersburg Rocks #3 – Vienna D.C. Timberwolves #6
73:67 (19:21, 33:45, 52:60)
Stand in „best-of-3“-Serie: 1:0
Freitag, 14. April um 19.00 Uhr im Wolves Dome, Wien 22.
Falls notwendig:
Montag, 17. April um 17.00 Uhr in der SPH Mattersburg
wolves
raidersRaiders Villach #4 – Raiffeisen Dornbirn Lions #5
81:72 n.V. (19:12, 37:37, 46:55, 65:65)
Stand in „best-of-3“-Serie: 1:0
Samstag, 15. April um 18.30 Uhr in der Messeballsporthalle, Dornbirn
Falls notwendig:
Montag, 17.00 Uhr in der MSZ St. Martin, Villach
lions d

 

Die Ergebnisse der ersten Viertelfinalspiele im Detail:

mustangs

Mistelbach Mustangs

BBU Salzburg

bbu

83:70 (27:13, 39:32, 61:48)

Stand in „best-of-3“-Serie: 1:0

Die Mustangs starten mit einem 7:0-Run. Aaron Mitchell reagiert nach wenigen Minuten mit einer Auszeit, doch die Mustangs bleiben im Aufweind und drücken dem ersten Viertel ihren Stempel auf. Im zweiten Viertel agieren die Salzburger weit konzentrierter und verkürzen den Vorsprung nach fünf Minuten auf nur mehr -3. Dann aber gelingt es den Mustangs durch Initiativen vor allem von Dygryn, den Vorsprung wieder auszubauen.

Ins dritte Viertel starten die Heimischen wacher und setzen - insbesondere mit Michal Semerad - das fort, was sie zum Ende des zweiten Viertels gezeigt haben. Über weite Strecken des Viertels bleiben Punkte Mangelware und das Spiel ist zerfahren. Im letzten Viertel agieren die Mustangs dann cleverer - es ist wieder einmal der Kapitän, Vladimir Sismilich, der in wichtigen Situationen den Schlusspunkt setzt. Wenige Sekunden vor Schluss liegen die Mustangs nach einem Dreier von Sisimlich uneinholbar vorne und die Salzburger erkennen den Heimsieg an.

Stimmen zum Spiel:

Stefan Obermann, Spieler der Mustangs: „Wir waren - aus welchem Grund auch immer - ziemlich nervös und hatten Probleme mit der Spielsituation. In weiten Teilen hatten wir das Spiel unter Kontrolle, waren aber immer wieder unkonzentriert und haben dumme Fehler gemacht. Schlussendlich haben wir doch verdient gewonnen.“

Ivo Pracher, Spieler der Mustangs: „Wir haben stark begonnen und waren mit 29:13 vorne. Doch dann haben sich zahlreiche Ballverluste und schlechte Würfe eingeschlichen. Salzburg dagegen hat schwere Würfe genommen und diese erfolgreich verwertet. Wir hatten überhaupt keinen guten Spielrhytmus. Schließlich haben wir es aber geschafft, den Vorsprung konstant zwischen +5 und +10 zu halten: Ein Sieg ist ein Sieg.“

Aaron Mitchell, Headcoach der BBU: „Wir haben das Spiel im dritten Viertel verloren – fünf Minuten haben uns völlig zerstört.  Wir waren nur noch -3 zurück, doch dann haben die Mustangs auf +13 gestellt. Wir hatten nicht die Energie dagegenzusetzen und zurückzukommen. Im Vergleich zum letzten Spiel hat unser Team jedoch deutlich besser agiert. Wir sind mit weit mehr Energie auf die Reise nach Mistelbach gegangen als vor zwei Wochen. Diese Energie werden wir in Salzburg brauchen.“

Jasmin Thomas, Spieler der BBU: „Das erste Viertel war aussschlaggebend. Vor allem die ersten fünf Minuten haben uns das Spiel gekostet. Wir sind dann gut ins Spiel zurückgekommen. Über eine lange Zeit war das Spiel sehr offen. Durch viele unnötige Fehler haben wir das Spiel verloren. Insgesamt waren wir aber weit besser agiert als beim letzten Mal und eine größere Intensität vor allem in der Defense gezeigt. Wenn wir an den Fehlernarbeiten, haben wir zu Hause eine größere Chance.“

Beste Werfer: Sismilich 31, Semerard 23, Dygryn 17 bzw. Sermokas 16, Oluic 15, Sanchez Daza 11

 

stp

UBC St. Pölten

KOS Posojilnica

Bank Celovec

kos

75:54 (15:12, 34:28, 62:42)

Stand in „best-of-3“-Serie: 1:0

St. Pölten eröffnet das Spiel sehr druckvoll. Zum ersten Mal in dieser Saison kann der amtierende Meister auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. In den ersten Minuten agieren beide Teams sehr nervös. Beide Teams treffen zu Beginn die Würfe nicht. Es entwickelt sich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Ein erstes Highlight setzt Eric Schranz, der nach einem Zuspiel von Bauch krachend dunkt. Danach fallen bei beiden Teams die Trefferquoten.

Der Beginn des zweiten Viertels verläuft sehr ausgeglichen. KOS versucht immer wieder über Erculj zum Erfolg zu kommen. Beide Teams liefern sich einen harten Schlagabtausch. Der UBC kann sich in der Mitte des Viertels um 4 Punkte absetzen. Bei KOS reißt ein wenig der Faden und die Klagenfurter können hauptsächlich über Freiwürfe punkten. Schlussendlich geht der UBC St. Pölten mit einem 6 Punkte Polster in die zweite Halbzeit.

St. Pölten kommt mit schnellen 4 Punkten aus der Kabine. Immer wieder ist es Speiser, der bei St. Pölten erfolgreich ist. Danach ziehen die St. Pöltner die Defensive an und können die Klagenfurter zu einigen Turnover zwingen, die Speiser alle verwertet. Mit unglaublicher Defensive spielen sich die St. Pöltner in einen wahren Rausch und ziehen auf plus 21 davon.

St. Pölten dominiert das Spiel, muss aber Diesner verletzt vorgeben. Nach seinem zweiten unsportlichen Foul ist das Spiel für Papic beendet. St. Pölten verwaltet den Vorsprung und zwingt die Klagenfurter immer mehr an die Linie. Schlussendlich gewinnen die St. Pöltner souverän und stellen auf 1:0.

Stimmen zum Spiel:

Armin Göttlicher, Spieler vom UBC: „Nachdem wir die Nervosität abgelegt haben, haben wir klar dominiert und verdient gewonnen. Aber es steht erst 1:0 und wir brauchen noch einen Sieg.“

Stefan Jäger, Pressesprecher vom UBC: „Es steht 1:0, wir brauchen noch einen Sieg.“

Dragan Sliskovic, Headcoach von KOS: „Wir haben im dritten Viertel viele schlechte Entscheidungen getroffen und in der Defenisve nicht gut gespielt und diesen Rückstand kannst du dann nicht mehr aufholen. Gratulation an St. Pölten zu diesem Sieg.“

Beste Werfer: Obermann 16, Speiser 16, Schranz 12 bzw. Soldo 18, Erschen 9, Papic 7

 

rocks

Mattersburg Rocks

Vienna D.C.

Timberwolves

wolves

73:67 (19:21, 33:45, 52:60)

Stand in „best-of-3“-Serie: 1:0

Mit einem Foto-Finish stellen die routinierten Rocks auf 1:0 in der Viertelfinalserie gegen die Timberwolves. Die Wiener müssen gleich sechs Mann (u.a Vincent Polakovic, Philipp D`Angelo, Peter Hofbauer, Jakob Mayerl) vorgeben - umso mehr Einsatz und Siegeswillen zeigt der Rest des Wolfsrudels. 11:4 heißt es für die Wiener nach wenigen Minuten, sehr zum Erstaunen des BKM, der wie zuletzt des Öfteren mit zu wenig Energie in die Partie startet. Nach und nach gelingt es aber, den Rückstand zu reduzieren. Mattersburg verlässt sich oft auf die Inside-Spieler. Der Ausgleich will aber nicht gelingen und im zweiten Viertel sorgen David Rados und Nemanja Nikolic dafür, dass sich die Wölfe wieder absetzen. Zu viele Offensiv-Rebounds fallen in ihre Hände, die Burgenländer geben sich zu inkonsequent und passiv. Der Rückstand der favorisierten Rocks wächst auf 33:45 bis zur Halbzeit an.

Auch zum Start des dritten Viertels gaben erst die Wiener den Takt vor. David Rados besorgt mit einem Jumpshot bei 50:35 die höchste Führung für sein Team. Dann erhöhten aber auch die Rocks die Intensität und Konzentration und verwerten die zuvor vergebenen einfachen Punkte. Benny Bernleithner ist in dieser Phase ein wichtiger Faktor für den Vizemeister, Jan Nicoli unterstützt dabei, den Rückstand signifikant zu reduzieren (52:55). Danach sind jedoch wieder die Wölfe dran und bringen punktemäßig Distanz zwischen die Teams. Fünf Minuten vor dem Ende liegen die Wiener noch sieben Zähler in Front, danach gelingt aber wenig, die Rocks ziehen in der Defense die Daumenschrauben an und mit einem 13:0-Lauf beenden die Mattersburger die Partie, siegen 73:67.

Stimmen zum Spiel:

James Williams, Headcoach der Rocks: „Das war heute eigentlich zu wenig, kaum Energie und Konzentration. Wir müssen einfach besser spielen und von Beginn weg konzentriert sein, damit wir in die nächste Runde aufsteigen können."

Corey Hallett, Spieler der Rocks: „Wir sind spät aufgewacht, haben aber an uns geglaubt und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir müssen am Rebound besser arbeiten und einfache Würfe treffen, dann tun wir uns wesentlich leichter. Wir werden für Spiel 2 ready sein.“

Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „Wir haben ohne sechs Spieler alles auf dem Feld gelassen. Leider haben wir es dann aber zum Schluss nicht mehr geschafft, als Team Würfe zu kreieren und auf der anderen Seite haben oft Rollenspieler der Rocks in letzter Sekunde getroffen."

David Geisler, Spieler der Wolves: „Wir haben großteils gut gespielt und unseren Gameplan durchgezogen. Umso bitterer, dass wir dann vor allem zum Schluss nicht mehr das Ganze zu einem positiven Ende gebracht haben.“

Beste Werfer: Hallett 16, Suljanovic 13, Bernleithner 11 bzw. Geisler 17, Cosic, Rados je 15, Nikolic 13

 

 

raiders

Raiders Villach

Raiffeisen

Dornbirn Lions

lions d

81:72 n.V. (19:12, 37:37, 46:55, 65:65)

Stand in „best-of-3“-Serie: 1:0

Die Raiders starten sehr ambitioniert in diese beinhart geführte Playoff Partie und die Gäste aus Dornbirn können erst nach 3:15 das erstmals anschreiben. Bis zur ersten Viertelpause spielen sich die Raiders einen 7-Punkte Vorsprung heraus. Im zweiten Spielabschnitt kommen die Gäste besser ins Spiel. Auf beiden Seiten dominiert eine konsequente Defense. Beide Teams spielen auf Augenhöhe und das spiegelt sich im Halbzeitergebnis mit 37:37 wieder. Nach der Halbzeit haben die Raiders einen Kaltstart und Dornbirn erspielt sich mit einem 10:0 Lauf einen komfortablen Vorsprung. Diesen Vorsprung verwalten die Lions bis Mitte des letzten Abschnitts. Durch die Umstellung des Spielsystems der Heimischen kommen dies in der Endphase Punkt für Punkt heran und gehen 25 Sekunden durch einen 3er von Ales Primc mit 2 Punkte in Führung. Dornbirn antwortet mit einen Layup 1.6 Sekunden vor Schluss und erzwingt die Overtime. In der Overtime starten die Raiders wie aus der Pistole geschossen und beherschen das Geschehen am Parket. Sie spielen in der Overtime das Game sicher nach Hause.

Stimmen zum Spiel:

Michael Kuncic, Obmann der Raiders: „Willkommen in den Playoffs! Gegen aggressiv spielende Gäste haben wir uns phasenweise sehr schwer getan und für den verdienten Sieg eine Overtime benötigt.“

Alexander Atterbigler, Spieler der Lions: „Selbst verschenkt. Ob wir noch so eine Chance bekommen sehen wir am kommenden Samstag.“

Beste Werfer: Kolaric 25, Huber T., 16, Finzgar 14 bzw. Wilkins 24, Tobar 17, Arruti 15