claim
blitz

170519 FinzgarSimon Finzgar imponierte mit einem "double-double".

Die Raiders Villach (#4) melden sich im Kampf um den Meistertitel in der eindrucksvoll zurück. Die Kärntner dominieren das dritte Finalspiel beim UBC St. Pölten (#2) über die volle Distanz, gewinnen schlussendlich verdient mit 94:58. Damit verkürzen die Kärntner in der „best-of-5“-Finalserie auf 1:2. Villach war dem Titelverteidiger in allen Belangen überlegen: Nach einem phänomenalen Start (22:5) kontrollierte eine enorm fokussierte und auch abgebrühte Villacher-Mannschaft das Geschehen. St. Pölten fand nie einen Rhythmus, enttäuschte mit 29% Trefferquote aus dem Feld und 20 Turnover. Der 94:58-Auswärtssieg war gleichzeitig der erste Sieg der Villacher in St. Pölten überhaupt und ihr erster Sieg in einem Finalspiel.

Villach war St. Pölten in allen Belangen überlegen: Allein der Vergleich der Feldwurfquote spricht Bände, den die Raiders mit 54% zu 29% klar für sich beanspruchten. Getragen war das Villacher-Spiel von 27 Assists, mehr Rebounds (42:36) und phänomenalen 50% vom Dreipunkter. Simon Finzgar (14 PTS, 10 RB) zeigte ein „double-double“, Luka Gvodzden verteilte 11 Assists. Bei St. Pölten lief gar nichts zusammen: Der in den bisherigen beiden Spielen so dominante Martin Speiser kam bei 0/11 aus dem Feld lediglich auf 4 Punkte von der Freiwurflinie. Andreas Bauch war mit 18 Zählern Top-Scorer der Niederösterreicher. 

Mit dem Sieg erzwangen die Raiders Villach (#4) ein Finale #4 – ausgetragen am Sonntag um 17.00 Uhr in der MZH St. Martin in Villach. Auch dort stehen die Kärntner mit dem Rücken zur Wand, haben aber in der „regular-season“ ihr Heimspiel gegen den UBC gewonnen – und dem Titelverteidiger in Finale #2 alles abverlangt. Das viel zitierte Momentum scheint bei Villach, das aber erneut eine Energieleistung abrufen muss, um den Ausgleich zu schaffen. Sonst braucht man für das Duell am Sonntag wenig ändern – auch St. Pölten muss nur bedingt nachschärfen: Die Wurfquote wird wohl nicht nochmal so unterirdisch sein und bei einer durchschnittlichen Quote hat auch St. Pölten Trümpfe in der Hinterhand.

Das Ergebnis von Finale #3 im Detail:


stp
UBC St. PöltenRaiders Villachraiders
58:94 (14:22, 28:43, 38:62) 
Stand in „best-of-5“-Serie: 2:1
Stimmen zum Spiel:
Roman Jagsch, Spieler vom UBC: „Von der ersten Minute an haben wir nicht unsere gewohnte Intensität gezeigt. Wir konnten zwar viele offene Würfe kreieren, allerdings nicht treffen. Am Sonntag machen wir den Sack zu!“ 
Armin Göttlicher, Headcoach vom UBC: „Das war heute nichts. Am Sonntag greifen wir erneut an.“ 
Luka Gvodzen, Spieler der Raiders: „Ich glaube, dass St. Pölten schon vor dem Spiel dachte der sichere Sieger zu sein. Aber wir waren heute auf beiden Enden des Courts eindeutig besser und haben die St. Pöltner Offensive durch unsere Zone entschärft. Wir glauben weiter an ein 3:2, dazu brauchen wir am Sonntag eine ähnlich gute Leistung.“ 
Erik Rhinehart, der Raiders: „Wir haben über das gesamte Spiel sehr gut agiert. Wir haben sehr gut verteidigt und auch unsere Offense war viel besser als noch in Spiel #2. Wir haben immer wieder Wege gefunden, um St. Pölten zu attackieren. Für Sonntag sind wir voll fokussiert.“ 
Beste Werfer: Böck L. 16, Speiser 14, Obermann 11 bzw. Kolaric 21, Rhinehart 18, Gvozden 10
Weitere Spieltermine der „best-of-5“-Serie:
Sonntag, 21. Mai, 17.00 Uhr in der MZH St. Martin, Villach
Donnerstag, 25. Mai, 17.00 Uhr im Sport.Zentrum NÖ, St. Pölten*
*) falls notwendig;