claim
blitz

05 04 17 schmidtViertes Playoff-Duell für Wolves-Coach Hubert Schmidt und Mattersburg.

Kommendes Wochenende starten die Playoffs 2017 in der ZWEITEN Basketball Bundesliga. Im „best-of-3“-Modus geht es um den Semifinaleinzug. Der war in den letzten vier Jahren fast ausschließlich den Top-4-Teams vorbehalten. In den letzten 16 Viertelfinalserien setzte sich 13 Mal die besser gesetzte Mannschaft, die der Top-4, durch. Die drei Überraschungen wurden jeweils von unterschiedlichen Kärntner-Teams geschafft – KOS Posojilnica Bank Celovec (7) gelang diese noch nicht, man rechnet sich aber gegen „Wunschgegner“ UBC St. Pölten (2) Chancen auf den Aufstieg auf, denn im Saisonverlauf gab es einen Sieg und eine Niederlage erst nach Overtime. Eine Überraschung ist auch den Vienna D.C. Timberwolves (6) zuzutrauen, die zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren in einer „Serie“ auf die Mattersburg Rocks (3) treffen – gegen die Burgenländer heuer zweimal nur äußerst knapp verloren haben. Überhaupt offen ist das Duell Raiders Villach (4) gegen Raiffeisen Dornbirn Lions (5), beide Mannschaften feierten untereinander heuer jeweils einen Sieg. Im Duell Erster gegen Achter – Mistelbach Mustangs (1) gegen BBU Salzburg (8) – sind die Rollen am Papier wohl klar verteilt.


Zumindest wenn man die bisherigen Saison als Elle nimmt: Die Mistelbach Mustangs (1) zeigten sich mit Saisonbeginn unter den Top-Mannschaften, konnten – speziell dank der beiden Erfolge gegen Meister St. Pölten – den Sieg im Grunddurchgang sichern. Mit der „tschechischen-vierer-Achse“ Dygryn, Sismilich, Semerad und Prachar gewannen sie etwa alle Heimspiele – und zogen mit einem Erfolg über ABL-Klub Traiskirchen gar ins Cup-Viertelfinale ein. Hauptverantwortlich eben das Legionärs-Quartett: Es macht mehr als 75% aller Mistelbacher-Punkte (62,6 von 82,2) und glänzt zudem mit Harmonie und Übersicht. Ihr kommender Gegner BBU Salzburg (8) steht zum zweiten Mal in den letzten fünf Jahren in der Postseason. Relativ früh machten die Salzburger ihren Platz im Playoff klar, sammelten vor allem mit Siegen gegen die „Nachzügler“ wichtige Punkte. Das offensive Potential (74,6 Punkte pro Spiel) scheint bei der Mannschaft von Aaron Mitchell eher begrenzt, ihre Stärke liegt am Rebound (37,3 rpg). Dort will man den Mustangs (39,1 rpg) auch Paroli bieten, ihnen womöglich das vierte Viertelfinal-Aus in Serie bereiten. In den letzten drei Jahren scheiterten die Niederösterreicher durchwegs in der ersten Playoff-Runde, zweimal Villach und die Piraten wurden ihnen zum Verhängnis. Doch da waren die Mustangs nie besser gerankt als #4.

Enger steht’s am Papier zwischen Titelverteidiger UBC St. Pölten (2) und KOS Posojilnica Bank Celvoec (7). In Kärnten spricht man gar vom „Wunschgegner aus den Top-3“ – weil man das Hinspiel (75:67) gewinnen konnte und sich in Niederösterreich erst nach Overtime geschlagen geben musste. Doch der Meister ist gerüstet, kann just zum Playoff-Auftakt auf den gesamten Kader zurückgreifen und sieht in der deutlich tieferen Rotation seine Vorteile. Während KOS zumeist zu Siebt agiert, sind es beim UBC bis zu 10 Spieler die durchschnittlich über 10 Minuten Einsatzzeit bekommen. Darüberhinaus hat St. Pölten in den letzten zwei Jahren kein Viertelfinalspiel abgegeben, bei 12 Playoff-Partien nur zwei Niederlagen (0:2 im Finale gegen die Timberwolves 2015) einstecken müssen. KOS hat da eine deutlich schlechtere Playoff-Bilanz aufzuweisen: In den letzten vier Jahren standen die Kärntner zwei Mal in der Postseason. Gingen zwei Mal im Viertelfinale mit 0:2 raus, 2016 gar als besser gesetztes Team (#3).

Drei der vier Viertelfinalpaarungen 2017 gab es in den letzten vier Jahren nicht – das Duell Mattersburg Rocks (3) gegen Vienna D.C. Timberwolves (6) hat mit drei Konfrontationen (2014, 2015 und 2016) schon fast „Kultcharakter“. 2014 gab es das Finale zwischen den beiden Team, wo sich die Rocks den Titel sicherten – ehe sich 2015 die „Wölfe“ mit einem 2:1 im Semifinale revanchierten, anschließend den Pokal (2:0 gegen St. Pölten) stemmten. Im Vorjahr standen sich die beiden Mannschaften ebenfalls im Viertelfinale gegenüber, das die Burgenländer mit 2:1 für sich entscheiden konnten. In den beiden Saisonbegegnungen ging der Sieg an Mattersburg, zwei Mal knapp mit vier bzw. drei Punkten Vorsprung. Das Duell darf man auch umschreiben – denn es empfängt die beste Defensive (63,1 oppg) Mattersburg die beste Offensive (84,2 ppg) Timberwolves. Vom match-up her sollten die Rocks – auch weil auf der Gegenseite etwa Vincent Polakovic ausfällt – „inside“ deutliche Vorteile besitzen, müssen aber für den Semifinaleinzug das zweitbeste Kollektiv (19,1 appg) durchbrechen.   

Völlig offen scheint das Duell Vierter gegen Fünfter zu sein. Die Raiders Villach (4) und die Raiffeisen Dornbirn Lions (5) holten heuer untereinander jeweils einen Auswärtssieg, tauschten aber erst in der letzten Runde des Grunddurchgangs ihre Platzierungen. Der damit erzielte Heimvorteil in einem möglichen Entscheidungsspiel könnte den Raiders gut tun – sie sind daheim nun schon seit acht Spielen ohne Niederlage. Wie wichtig dieser Vorteil sein kann, beweist die Vergangenheit: In den letzten vier Jahren setzte sich im Viertelfinale nur drei Mal ein schlechter gesetztes Team durch. Doch den „Löwen“ ist dies auf jeden Fall zuzutrauen: Nach einer total verpatzten Vorsaison mit nur drei Siegen, spielten sie mit 14 Erfolgen heuer einen tadellosen Grunddurchgang. Vor allem 2BL-Topscorer Ander Arruti (21,0 ppg) drückt dem Spiel der Vorarlberger immer wieder den Stempel auf. Speziell auf die Turnover müssen die Vorarlberger acht geben, mit 19,3 pro Spiel verlieren sie den Ball am drittöftesten ligaweit – kompensieren das jedoch mit der besten Dreierquote aller Teams (36,8%). Auch in dieser Partie droht ein prominenter Ausfall. Villachs Simon Finzgar ist fraglich – und wie wichtig er für sein Team ist, beweist die Statistik: 15,2 Punkte pro Spiel macht der Slowene, bei 63,4% vom Zweier und 50% vom Dreier. Zudem klaubt er 5,6 Rebounds und verteilt 4 Assists. 

 

Die Viertelfinalspiele im Überblick:

 

mustangsMistelbach Mustangs #1 – BBU Salzburg #8

Samstag, 8. April um 17.00 Uhr in der SPH Mistelbach

Samstag, 15. April um 18.30 Uhr im Sportzentrum Nord Liefering

Falls notwendig:
Montag, 17. April um 17.00 Uhr in der SPH Mistelbach 
bbu
stpUBC St. Pölten #2 – KOS Posojilnica Bank Celovec #7

Sonntag, 9. April um 17.00 Uhr im Sport.Zentrum.NÖ 

Samstag, 15. April um 18.00 Uhr in der SPH St. Peter, Klagenfurt

Falls notwendig:
Montag, 17. April um 18.00 Uhr im Sport.Zentrum.NÖ 
kos
rocksMattersburg Rocks #3 – Vienna D.C. Timberwolves #6

Sonntag, 9. April um 17.00 Uhr in der SPH Mattersburg 

Freitag, 14. April um 19.00 Uhr im Wolves Dome, Wien 22.

Falls notwendig:
Montag, 17. April um 17.00 Uhr in der SPH Mattersburg 
wolves
raidersRaiders Villach #4 – Raiffeisen Dornbirn Lions #5

Sonntag, 9. April um 17.00 Uhr in der SH Lind, Villach

Samstag, 15. April um 18.30 Uhr in der Messeballsporthalle, Dornbirn

Falls notwendig:
Montag, 17.00 Uhr in der MSZ St. Martin, Villach 
lions d

 

Die Viertelfinalspiele im Detail:

mustangs Mistelbach Mustangs #1 – BBU Salzburg #8

Samstag, 8. April um 17.00 Uhr in der SPH Mistelbach  
bbu
Stellungnahmen zur bevorstehenden Begegnung:
Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Nachdem in den Playoffs eigene Gesetze gelten, starten wir am Samstag bei Null. Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt, das Team ist vorbereitet und höchst motiviert. Wir wollen den Sieg. Wenn wir im Spiel das auf das Parkett bringen, was wir trainiert haben, brauchen wir uns nicht zu fürchten.” 
Leo Holy, Obmann der Mustangs: „Wir hoffen, dass wir unser Publikum davon überzeugen können, dass es am Samstag vor allem in der Halle "heiß" wird - "früh-playofftechnisch" statt "früh-sommerlich". Wir erwarten ein attraktives Spiel gegen ein im Vergleich zur letzten Begegnung sicher deutlich fokussierter, konzentrierter agierendes BBU-Team. Darüber hinaus möchten wir die Chance nutzen, unserem Publikum zu zeigen, was die Mustangs abseits der zweiten Bundesliga bewegen, nachdem wir im Nachwuchs die 100er-Marke überschritten haben und inklusive den Kleinsten die 150 anpeilen. Alles in allem soll es ein toller Event - natürlich mit einem Sieg der Mustangs - werden.” 
Dusko Stojakovic, Assistent-Coach der BBU: „Jetzt wird es ernst und die Mustangs werden für uns eine Herkulesaufgabe, die aber bei vollem Einsatz und Konzentration zu bewältigen ist!” 
Harald Bründlinger, Obmann der BBU: „Wir hatten nun genug Zeit uns auf die erste Playoff-Runde vorzubereiten und auswärts wird es gegen die Mistelbacher mehr als schwer. Wir haben zu Beginn der Saison aber schon bewiesen, dass wir mithalten können und möchten natürlich als Sieger vom Platz gehen!” 
Bisherige Ergebnisse: 95:83 und 93:54 für Mistelbach; 
Besonderheiten: Präsentation der gesamten Mustangs-Fohlen; Oster-Überraschung für die jungen Gäste; Weinbar mit besonderen Schmankerln aus dem Weinviertel; 

 

stp UBC St. Pölten #2 – KOS Posojilnica Bank Celovec #7

Sonntag, 9. April um 17.00 Uhr im Sport.Zentrum.NÖ  
kos
Stellungnahmen zur bevorstehenden Begegnung:
Armin Göttlicher, Headcoach vom UBC: „Die Saison beginnt für uns ab jetzt neu. Alle Spieler sind fit und alle Spieler sind einsatzbereit. Wir wollen mit einem Heimsieg den Grundstein für den Aufstieg legen!“ 
Felix Jambor, Assistent-Coach vom UBC: „KOS hat eine erfahrene Mannschaft. Ein Spiel haben wir verloren und eines gewonnen. Im Heimspiel wollen wir unsere Stärken ausspielen und das Spiel nach Hause bringen.“ 
Stefan Hribar, sportlicher Leiter von KOS: „Jetzt wird es ernst. Wir freuen uns irrsinnig auf die erste Viertelfinalpartie, zumal St. Pölten von den Top-3-Teams nach dem Grunddurchgang unser Wunschgegner ist. Natürlich sind sie der haushohe Favorit, dennoch hoffen wir auf kleinere Schwächen des Gegners, wenn wir eventuell zu einem Erfolg kommen wollen. Wir brauchen unsere Fans auch in St. Pölten!“ 
Andi Smrtnik, Kapitän von KOS: „Auf das was jetzt kommt haben wir die ganze Saison lang hin gearbeitet. Wir freuen uns auf St. Pölten. In dieser Saison haben wir oft bewiesen, dass wir auch die topgesetzten Teams schlagen können. Vieles wird von den Details abhängen und von der Tagesverfassung. Die Serie wird vor allem unter dem Korb und im Spielaufbau entschieden.“ 
Bisherige Ergebnisse: 75:67-Heimsieg für KOS; 82:68-Heimsieg nach Overtime für UBC; 

 

rocks

Mattersburg Rocks #3 – Vienna D.C. Timberwolves #6

Sonntag, 9. April um 17.00 Uhr in der SPH Mattersburg   

wolves
Stellungnahmen zur bevorstehenden Begegnung:
James Williams, Headcoach der Rocks: „Die Playoffs sind eine neue Saison. Wir müssen besser ins Spiel starten, als dies zuletzt der Fall war. Wenn wir als Mannschaft auftreten, werden wir auch konstanter sein und weniger Fehler produzieren. Es wird eine aufregende Serie und wir freuen uns schon drauf!“ 
Corey Hallett, Spieler der Rocks: „Egal wie gut oder schlecht wir bis jetzt gespielt haben oder was zuletzt war, am Sonntag beginnt ein neues Kapitel! Wir freuen uns auf eine volle Halle, tolle Unterstützung und sind bereit, alles für den Sieg zu geben.“ 
Hubert Schmidt, Headcoach der Wolves: „Wenn wir weiter so auftreten wie in den letzten zweieinhalb Monaten, müssen wir uns trotz der Ausfälle vor niemandem verstecken. Das Team kämpft und arbeitet gut zusammen - wir werden sehen, ob das gegen den Favoriten aus Mattersburg reichen wird.“ 
Philipp D’Angelo, Kapitän der Wolves: „Nach zwei knappen Niederlagen im Grunddurchgang wissen wir, dass wir gegen Mattersburg gewinnen können. Wenn wir konzentriert spielen, haben wir die Chance auf eine Überraschung.“ 
Personelles:
Rocks: Sebastian Pinterits ist Vater geworden, kommt aber aufgrund seiner Knieverletzung diese Saison nicht mehr zum Einsatz. 
Wolves: Peter Hofbauer, Vince Polakovic, Ismail Chrigui und Paul Rotter fehlen verletzt. 
Bisherige Ergebnisse: 79:75 und 79:76 für Mattersburg; 
Besonderheiten: Der Sponsor dieser Viertelfinalserie nimmt den Ehrenaufwurf vor und in der Halbzeitpause folgt ein internes Spiel der jüngsten Rocker. 


raidersRaiders Villach #4 – Raiffeisen Dornbirn Lions #5

Sonntag, 9. April um 17.00 Uhr in der SH Lind, Villach   
lions d
Stellungnahmen zur bevorstehenden Begegnung:
Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Endlich beginnt die schönste Zeit des Jahres – und wir sind schon alle hungrig auf die Playoffs! Mit Dornbirn erwartet und eine sehr gut Mannschaft. Wir werden von der ersten Minute an viel Druck auf die Aufbauspieler der Lions erzeugen und uns insgesamt auf unsere Stärken konzentrieren.“ 
Inaki Merino, Headcoach der Lions: „Am Ende der Saison wollen wir zeigen, warum wir bis zur letzten Runde um einen Platz in den Top-4 gekämpft haben. Wir haben eine Menge Energie investiert und wir erwarten jetzt das höchste Niveau an Basketball und Motivation jedes einzelnen Spielers. Wir sind sehr stolz, wieder in den Play-offs zu sein. Und obwohl die Herausforderung gegen Villach sehr groß ist, wollen wir deren Heimvorteil brechen.“ 
Markus Mittelberger, sportlicher Leiter der Lions: „Wir sind nach einem Jahr Pause wieder in den Playoffs! Wir haben eine bislang sehr starke Saison gespielt und sind denkbar knapp aus den Top-4 gefallen. Wir haben noch genug Luft nach oben und wenn wir unsere Turnover-Ouote reduzieren, dann sind wir für jedes Team ein sehr unangenehmer Gegner. Dass wir in Villach gewinnen können, haben wir in dieser Saison schon bewiesen.“ 
Personelles:
Raiders: Patrick Biedermann und Sebastian Huber fallen aus, Simon Fingar ist fraglich. 
Lions: Jussel und Gerstendörfer werden in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. 
Bisherige Ergebnisse: 62:57-Auswärtssieg für Dornbirn; 82:68-Auswärtssieg für Villach;