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28 04 17 grossNino Gross und seine Raiders wollen Geschichte schreiben.

Auf die verbleibenden Teams der ZWEITEN Basketball Bundesliga wartet kommenden Samstag Semifinale #2. Vergangenes Wochenende holten sich Titelverteidiger UBC St. Pölten (#2) und die Raiders Villach (#4) Spiel #1 – und führen damit in der „best-of-3“-Serie mit 1:0. Für die unterlegenen Teams heißt es nun „verlieren verboten“, um noch einen entscheidenden Showdown um den Finaleinzug zu erzielen. Die Mattersburg Rocks (#3) brauchen im Duell mit dem regierenden Meister wohl eine gewaltige Steigerung, liefen zum Auftakt überraschend in ein Debakel. Grunddurchgangssieger Mistelbach Mustangs (#1) läuft nach der klaren Heimniederlage Gefahr das Finale zu verpassen. Ein Aus im Semifinale setzte es für den Champion der „regular season“ schon lange nicht mehr.


2012/13 unterlag mit den Vienna D.C. Timberwolves letztmals der Grunddurchgangssieger im Semifinale. Dabei soll es auch bleiben, wenn es nach den Mistelbach Mustangs (#1) geht: Die Niederösterreicher stehen aber mit dem Rücken zur Wand, liegen gegen die Raiders Villach (#4) in der „best-of-3“-Serie mit 0:1 zurück. Im ersten Posteseason-Aufeinandertreffen gaben die Niederösterreicher ihr Momentum ab, lagen zwar um bis zu 14 Punkte voraus, fanden dann aber gegen eine sehr kompakte Villacher-Defensive kein Durchkommen mehr. Magere 30 Punkte machte die Weissenböck-Truppe in den zweiten 20 Minuten, um 11 weniger als durchschnittlich. Vor allem weil sie offensiv unkonzentriert waren, 19 Turnover – und damit um 9 mehr als die Gäste – einstreuten. Den Unterschied pro Raiders machten ihre Österreicher: Tim Huber & Co machten insgesamt 41 Punkte, Mistelbachs einheimische Spieler bloß 16. Darin wird auch der Schlüssel zum Sieg in Spiel #2 liegen – denn das jeweilige Legionärs-Quartett besticht Runde für Runde und scheint nur schwer aus der Balance zu bringen. Für die Raiders geht es in diesem Spiel um ihren Vereinsrekord: Noch nie zuvor waren die Kärntner ins Finale eingezogen. Mit einem „home-winning-streak“ von +8 scheint auch das nötige Selbstvertrauen vorhanden, um den Sack zuzumachen – doch auch die Mustangs haben im ersten Semifinale ihre bislang makellose Heimbilanz abgeben müssen.

Abgegeben hat der UBC St. Pölten (#2) gegen die Mattersburg Rocks (#3) noch kein Spiel, zumindest seit dem ABL-Abstieg 2014. Und auch im ersten Semifinalspiel ließ der Titelverteidiger keine Schwächen erkennen: Dank einer druckvollen Defensive nahmen sie den Burgenländern jeglichen Wind aus den Segeln, demontierten die Williams-Truppe mit 81:50. Mattersburg fand ab dem zweiten Viertel offensiv keine Balance, konnte kaum Zählbares kreieren und war auch nicht mehr im Stande die eigene Defensive zu ordnen. 26 Turnover der Rocks sind dieser routinierten Truppe nicht würdig. Offensiv muss vom Vizemeister in Spiel #2 deutlich mehr kommen, nur ein Spieler (Ramiz Suljanovic) konnte zum Auftakt zweistellig scoren – und defensiv sollten die Burgenländer St. Pöltens „Werfer“ einengen. Trifft der Titelverteidiger erneut 50% vom Dreier, wird er nur schwer zu biegen sein. 

Die Semifinalspiele #2 im Überblick:

 

raidersRaiders Villach #4 – Mistelbach Mustangs #1
Stand in der „best-of-3“-Serie: 1:0

Samstag um 17.30 Uhr in der MZH St. Martin, Villach

Weitere Spieltermine:
Montag, 1. Mai, um 16.00 Uhr in der SPH Mistelbach* 
mustangs
rocks  Mattersburg Rocks #3 – UBC St. Pölten #2
Stand in der „best-of-3“-Serie: 0:1

Samstag, 29. April, um 18.00 Uhr in der SPH Mattersburg 

Weitere Spieltermine:
Montag, 1. Mai, um 17.00 Uhr im Sport.Zentrum NÖ, St. Pölten* 
 stp
 *) falls notwendig;     

 

Die Semifinalspiele #2 im Detail:

raidersRaiders Villach #4 – Mistelbach Mustangs #1
Stand in der „best-of-3“-Serie: 1:0

Samstag um 17.30 Uhr in der MZH St. Martin, Villach  
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Stellungnahmen zur bevorstehenden Begegnung:
Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Das zweite Semifinale um unseren ersten Finaleinzug der Vereinsgeschichte wird mit Sicherheit ein heißer Tanz. Beide Mannschaften wissen um die Stärken und Schwächen des Anderen bescheid. Mistelbach bleibt der vermeintliche Favorit, aber vielleicht gelingt uns wieder eine Überraschung. Wir sind mehr als nur ready und bereit, Geschichte zu schreiben.“ 
Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Logischer Weise geht es am Samstag um Alles. Wir hoffen - mit Unterstützung durch unsere Fans - auf einen Sieg und Spiel drei.“ 
Leo Holy, Obmann der Mustangs: „Die Saison ist zwar schon lang, doch nach dem erfolgreichen Grunddurchgang haben wir bei weitem noch nicht genug. Das zeigt der übervolle Autobus, mit dem die Mustangs nach Villach reisen werden. Die Fans stehen jedenfalls wie eine Mauer hinter dem Team. Die Vorbereitungen für den 1. Mai laufen - am Tag der Arbeit wollen wir nicht rasten. Auf geht's!“ 
Personelles:
Raiders: Patrick Biedermann und Sebastian Huber fallen aus. 
Bisherige Ergebnisse: 83:72-Heimsieg für Mistelbach; 84:65-Heimsieg für Villach; 88:74-Auswärtssieg für Villach im ersten Semifinale; 

 

rocksMattersburg Rocks #3 – UBC St. Pölten #2
Stand in der „best-of-3“-Serie: 0:1

Samstag, 29. April, um 18.00 Uhr in der SPH Mattersburg  
stp
Stellungnahmen zur bevorstehenden Begegnung:
James Williams, Headcoach der Rocks: „In Spiel 2 müssen wir einfach mit dem Druck des Gegners besser zu Recht kommen. Wir wissen, was uns erwartet und dürfen uns nicht zu Turnover zwingen lassen. Offensiv müssen wir unsere Plays laufen, Würfe kreieren und uns besser präsentieren.“ 
Wolfgang Träger, Spieler der Rocks: „Wir spielen gegen das Saisonaus und werden alle Kräfte mobilisieren. Es ist klar, dass sich einiges an unserem Spiel im Vergleich zum ersten Duell ändern muss, wenn wir gegen St. Pölten eine Chance haben wollen. Wir werden auf jeden Fall alles geben!“ 
Armin Göttlicher, Headcoach vom UBC: „Uns erwartet ein sehr schweres Spiel. Mattersburg wird alles versuchen, um das Heimspiel zu gewinnen. Wir müssen über 40 Minuten eine sehr gute Leistung abrufen, dann können wir das Spiel gewinnen und ins Finale einziehen.“ 
Stefan Jäger, Pressesprecher vom UBC: „Wir wissen um die Heimstärke der Rocks, dennoch wollen wir dieses Spiel nach Hause bringen und ins Finale einziehen.“ 
Personelles:
Rocks: Sebastian Pinterits fehlt weiterhin.
Bisherige Ergebnisse: 68:54,69:58 und 81:50 für St. Pölten;